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Kataster Vermessungen
14. April 2022
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Bei der Wiederherstellung von Grundstücksgrenzen spricht man von Katastervermessungen. Das Kataster ist ein Behördliches Register (Liegenschaftskataster) über die Flurstücke im Hoheitsgebiet. Eine Katastervermessung beinhaltet auch die Bildung von neuen Flurstücken z. B. durch Teilung oder dem verschmelzen von mehreren Flurstücken. Auch das einmessen von Gebäuden und oder Nutzungsgrenzen und die Sicherung von Grundstücksgrenzen gehört zu diesem Aufgabengebiet.

Katastervermessungen dürfen nur von den Katasterbehörden oder Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren der jeweiligen Bundesländer durchgeführt werden, da dies eine hoheitliche Vermessung ist.

Durch unsere langjährige Erfahrung sind wir Ihr erster Ansprechpartner bei allen Aufgaben der Katastervermessung im Freistaat Sachsen. Einen Antrag auf Kataster Vermessung finden Sie hier.

Grenzwiederherstellung

Anhand der bestehenden Katasterunterlagen werden die bisherigen Grenzpunkte gesucht. Sollten diese Fehlen, überbaut sein oder ähnliches ist es unsere Aufgabe diese wieder herzustellen.

Flurstücksteilung

Im amtlichen Sprachgebrauch als Grenzfeststellung genannt, dient der Zerlegung eines Flurstücks in 2 oder mehr Teile.

 

Flurstücksverschmelzung

Hier werden 2 oder mehr Flurstücke zu einem vereint und die neuen Grenzpunkte in das Kataster übernommen.

Gebäudeeinmessung

Zur Vervollständigung der Liegenschaftskarte wird das Gebäude nach Bauabschluss noch final eingemessen.

Vermessung an langgestreckten Anlagen

Hier werden Grenzen von großen Flurstücken, Straßen, Wegen und Gewässern eingemesse.
Außerdem führen wir auch Katastervermessungen an langgestreckten Anlagen durch. Diese Art der Vermessung dient der Grenzbestimmung von Straßen, Bahnanlagen, Gewässern oder Dämmen im Zusammenhang mit deren Neu- oder Ausbau.

Wenn Sie Interesse oder Fragen zu einer der oben genannten Aufgaben haben, setzen Sie sich
mit uns in Verbindung, wir beraten Sie gern!

Wofür benötigt man ein Kataster

Vor dem Baubeginn gibt es viele Anforderungen zu lösen. Dies schafft man am besten mit einem kompetenten Partner der sich mit Grundstücks- und Baurecht auskennt.

Zur Platzierung des Gebäudes können wir die Grundstücksgrenzen bestimmen und die nötigen Abstandsflächen ermitteln.

Wir fertigen für Sie einen amtlichen Lageplan zum Bauantrag mit Bestandsvermessung an.

Setzen der Grenzsteine und Abmarkung.

  • Gebäudeachsen sowohl in der Fein- und Grobabsteckung.
  • Gebäudeeinmessung nach Abschluss der Bauarbeiten für das Liegenschaftskataster
  • Baukontrollmessung
  • Flurstückszerlegung
  • Grenzwiederherstellung
  • Gebäudeeinmessung
  • Schlussvermessung der Straßen und Wege
  • Abmarkung
  • Vereinigung und Verschmelzung von Flurstücken

Zur Markierung der Grenzpunkte können unter anderem Grenzbolzen, Grenzsteine aus Granit oder Schlagmarken aus Kunststoff zum Einsatz kommen. Der jeweilige Untergrund und die Verordnung der hiesigen Behörde bestimmt das zur Verwendung kommende Material.

Ablauf einer Katastervermessung

  • Den Antrag auf eine Katastervermessung kann nur der Eigentümer oder eine bevollmächtigte Person stellen. Der Antragssteller und der Kostenschuldner können verschiedene Personen sein. Dies kommt oft bei Grundstücksverkäufen vor, ebenso wie die Teilung der Kosten.

    Der Öffentlich bestellte Vermessungsingenieur erstellt auf der Grundlage der Angaben des Antragsstellers eine Kotenschätzung nach den Gebührensätzen der Sächsischen Vermessungskosten Verordnung.
    In dieser sind enthalten
    1. Vorbereitungsgebühren (diese werden vom Amt erhoben)
    2. Vermessungsgebühren (diese werden vom ÖbV erhoben)
    3. Übernahmegebühren (diese werden ebenfalls vom Amt erhoben)

  • Nach der schriftlichen Einwilligung zur Kostenschätzung seitens der Antrag stellenden Person, beantragt der ÖbV beim zuständigen Vermessungsamt die erforderlichen Unterlagen aus dem bestehenden Liegenschaftskataster.  Dieser Vorgang kann 2 bis 8 Wochen dauern. Hierfür fallen die Vorbereitungsgebühren an.
  • Nach deren Erhalt wird mit der Auftrag gebenden oder bevollmächtigten Person ein Termin/Zeitplan für die Arbeiten vereinbart. Die Inhaber angrenzender Flurstücke müssen vom ÖbV spätestens 5 Tage vor Beginn der Arbeiten benachrichtigt werden. Dies kann telefonisch, postalisch oder über das Amtsblatt erfolgen.
  • Bei der Durchführung durch den ÖBVI wird die alte Grenze des Flurstückes im erforderlichen Umfang ermittelt und mit dem Grenzverlauf des Katasternachweis verglichen. Fehlende oder neue (bei einer Teilung) Grenzpunkten, werden diese neu eingebracht. Dies kann in Form von Grenzsteinen, Bolzen, oder Grenzmarken geschehen.
  • Nach Abschluss der Arbeiten wird mit allen Beteiligten ein Grenztermin durchgeführt (§ 16 Abs. 3 des SächsVermKatG). Alle Beteiligten erhalten eine schriftliche Ankündigung zu diesem Termin (Eigentümer, Antragsteller, Nachbarn). Der Grenztermin dient der Anhörung aller Beteiltigten. Widersprüche gegen den Grenzverlauf können nur schriftlich nach Zugang der Unterlagen eingelegt werden. Nach Abschluß des Grenztermines werden die neuen/bestehenden Grenzpunkte abgemarkt. Das setzen der Grenzpunkte ist ein Verwaltungsakt und erst mit seiner Bekanntgabe rechtskräftig.
  • Der Gebührenbescheid wird vom ÖBVI erstellt und anhand der tatsächlich festgestellten Fläche und der tatsächlichen Anzahl der Grenzpunkte ermittelt. Dabei kann es zu Abweichungen von der Kostenschätzung kommen.
  • Die erstellten Unterlagen werden beim zuständigen Vermessungsamt eingereicht. Dieses prüft sie auf ihre Richtigkeit und übernimmt sie ins Liegenschaftskataster. Die Bearbeitung im Amt kann bis zu mehreren Monaten dauern. Nach Einarbeitung der Ergebnisse in das Liegenschaftskataster, ergeht eine Fortführungsmitteilung an den Eigentümer durch das zuständige Grundbuchamt.
  • Das Vermessungsamt erstellt den Kostenbescheid nach der SächsVermKoVO für die Übernahme der Vermessungsergebnisse und die Änderung der
  • Die Eigentümer und Erwerber erklären vor dem Notar ihr Einverständnis, die sogenannte Messanerkennung.

Teilung eines Baufeldes für geplante Eigenheime. Zum Einsatz kamen verschiedenen Arten der Grenzmarkierung.