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Im Ärztehaus #1
11. November 2020
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Hier waren wir wieder gefragt mit einem verformungsgerechten Innen- und Außenaufmaß in einem mehrstöckigen Ärztehaus. Die Schwierigkeit lag darin, die Messung im vollen Betrieb durchzuführen unter Wahrung der Privatsphäre und des Datenschutzes von Mitarbeitern und Patienten. Also mehrere tausend Quadratmeter, vollgepackt mit Möbeln, Türen die sich öffnen und schließen sowie Personen die durch den Scan laufen.

Unser Werkzeug der Wahl war hier wieder der Trimble TX8, ein Laserscanner der Klasse 1 mit rotierenden Spiegeln und einer Messrate von einer Million Punkte pro Sekunde. Als Standbein nutzen wir das Carbon Stativ mit Bodenschonenden Gummifüßen. Für die Verbindung zwischen Außen- und Innenbereich nutzten wir Referenzkugeln die im Gelände und am Gebäude verteilt wurden.

Vermessen wurde das komplette Gebäude vom Dachboden mit einer Höhe von nur 120 cm, über die Arztpraxen bis in den Keller mit Kriechgang für die diversen Medien inklusive Fernwärme und die Fassade. Durch die Plattenbauweise aus Zeiten der DDR gibt es in diesem Bauwerk klare Linien, was uns die Planung sehr erleichtert hat.

Mit einer Scan-Zeit von ca. 3 Minuten pro Station konnten wir für jede Praxis einen Zeitplan erstellen damit die Ärzte und Schwestern wissen, wann wir in welchem Raum sind und dementsprechend auch ihre Untersuchungen planen. Das Zusammenspiel hat wunderbar funktioniert und so lief der Messprozess in den meisten Fällen fast unbemerkt ab. Wir haben sehr darauf geachtet, dass Patientenakten verdeckt und Bildschirme abgeschaltet waren, um keinerlei sensibles Material zu scannen.

Im Dachboden wurde es dann knifflig wegen der schon eingangs erwähnten Höhe von nur 120 cm im höchsten Bereich und der Tatsache, dass er komplett mit Styropor Platten ausgelegt war. Da diese nur lose auflagen und nicht fixiert waren, entstanden immer wieder wellenartige Bewegungen, die die Horizontierung des Scanners beeinträchtigte. Aber auch das haben wir gemeistert und alle nötigen Daten erfasst.

Im Heizungskeller konnte dann wieder einfacher gearbeitet werden, da dort in den Haupträumen annähernd alles frei war. Nur der Kriechgang lag in völliger Dunkelheit und wartete darauf auch gescannt zu werden. Mit LED Akku Arbeitsleuchten ausgestattet, ging es dann in den engen Kriechgang. Der mit seinen 160 cm Höhe im Gegensatz zum Dachboden schon fast komfortabel zu begehen war. Hier wurden nun alle Medien mit aufgenommen, um sie dann später in die Grundrisse einzuzeichnen.