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Grenzsteinsuche #1
5. November 2020
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Bei diesem Auftrag sind wir im Leipziger Norden unterwegs, um alte Grenzen wiederherzustellen. Da die vorhandenen Karten aus den Jahren 1832 und 1866 datieren, ist es eine spannende Suche. Wir haben mit Hilfe der alten Daten die Grenzpunkte ausgerechnet und sind dann ins Gelände gegangen und haben geprüft, ob vielleicht noch Grenzsteine vorhanden sind.

Nachdem wir schon einige Male hier waren sind wir heute bei herrlichem Herbstwetter angekommen und fangen an den Tachymeter aufzubauen. Da der Kollege schon ein paar Tage vorher dort war hatte er einige Referenzpunkte eingemessen und wir mussten nun „nur“ noch von dort die eigentlichen Standpunkte der alten Grenzen ausmachen.

„Bewaffnet“ mit Spaten, Erdstecheisen und Plattensucher ging es dann an die Suche. Vom errechneten Messpunkt aus wurden Löcher mit einem Durchmesser von ca. 60 cm gegraben. Von den Grenzsteinen war hier natürlich nichts zu sehen. So wurde tiefer gegraben, um die im Plan vermerkten Untervermarkungen zu finden.

In den Karten war angegeben, dass Drainagerohre aus Ton verwendet worden. In einer Tiefe von grob 45 cm wurden wir dann beim ersten Loch fündig. Hier war allerdings die Schwierigkeit das ein nahestehender Baum das Rohr mit seiner Wurzel zum Teil zerstört hatte. Genauer gesagt wuchs die Wurzel durch das Rohr hindurch und sprengte es dann mit den Jahren. Zudem bildete sich um den oberen Rand eine Wulst und verdeckte das restliche Rohr.

So haben wir einen Grenzpunkt wiederherstellen und einmessen können als Grundlage der weiteren Suche.